07-08.02.2019: Langwieriger Einsatz im Spänebunker

Ein zunächst als Gruppenalarm begonnener Einsatz in einer Schreinerei auf der alten Feldmark entwickelte sich zu einem der längsten Einsätze der Feuerwehr Gescher.

Die Feuerwehr Gescher wurde am Donnerstagmorgen gegen 7:16 Uhr zu einem vermuteten Feuer außerhalb des Spänebunkers einer Schreinerei auf der alten Feldmark gerufen. Mitarbeiter stellten am Morgen Brandgeruch im Heizungsraum fest und alarmierten die Feuerwehr. Vor Ort wurde die Heizungsanlage im Bereich der Zuleitung aus dem Spänebunkers kontrolliert. Hier wurde eine starke Erhitzung
der Betondecke mit der Wärmebildkamera festgestellt. Daher wurde vermutet, dass es bereits einen Schwelbrand innerhalb des Bunkers gab.

Eine erste Überprüfung des Spänebunkers durch die Kontrollluken ergab jedoch keine erhöhte Temperatur. Da der Spänebunker etwa zur Hälfte gefüllt war, konnte die Temperatur  aber nur oberflächlich kontrolliert werden.

Die hohe Temperatur der Betondecke ließ jedoch einen Schwelbrand vermuten. Daher entschloss man sich recht schnell, dass der komplette Bunker geleert werden musste. Da die Gefahr einer Staubexplosion hoch war, musste der Bunker durch die Feuerwehr unter Atemschutz geleert werden. Dies erfolgte zunächst per Hand. Aufgrund der Explosionsgefahr und auch der Verschüttungsgefahr der eingesetzten Kameraden konnte zunächst nur aus der Türöffnung heraus gearbeitet werden. Im Laufe des Einsatzes wurde ein Unternehmen aus Ahaus mit einem Saugbagger hinzugezogen. So konnte ein Großteil der Späne abgesaugt werden.
Dazu wurde das Saugrohr weiterhin unter Atemschutz im Silo gesteuert.

Es wurden immer wieder Glutnester vorgefunden, die mit Wasser unter
Hinzugabe von Schaummittel als Netzmittel abgelöscht wurden.

Aufgrund des großen Füllvolumens des Silos wurde schnell klar, dass dies ein personalintensiver und langwieriger Einsatz für die Feuerwehr Gescher werden würde. So wurden in der Folgezeit immer wieder weitere Kräfte alarmiert um die eingesetzten Kräfte austauschen zu können. Neben den Kameraden der Feuerwehr Gescher wurde gegen 2:15 Uhr auch Kräfte der Feuerwehr Stadtlohn alarmiert, um mit Atemschutzgeräteträger zu unterstützen. Bis zum Ende des Einsatzes wurden ca. 140 Personen unter Atemschutz eingesetzt. Viele Einsatzkräfte waren dabei drei- bis viermal im Einsatz. Das Unternehmen selber wie auch der DRK Ortsverein kümmerten sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Während des Einsatzes wurde die Alte Feldmark durch den Bauhof im Bereich der Einsatzstelle gesperrt.

Der Kreisbrandmeister Johannes Thesing wie auch der Bürgermeister Thomas Kerkhoff machten sich vor Ort ein Bild der Lage.

Am Freitagmorgen, etwa 25 Stunden war der Spänebunker geleert, die Brand- und Explosionsgefahr beseitigt und der Einsatz konnte beendet weerden. Die Aufräumarbeiten sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft zogen sich noch bis zum Mittag und die vollständige Reinigung der Einsatzfahrzeuge sogar erst am Samstag beendet werden. Auch hier waren wieder eine Vielzahl von Einsatzkräften tätig.

Während des laufenden Einsatzes wurde die Feuerwehr noch zur Unterstützung des Rettungsdienstes zu einer Tragehilfe gerufen und am Freitagmorgen wurde zudem noch eine gemeldete Ölspur beseitigt.

Einsatzstichwort: Feuer
Zeitpunkt der Alarmierung: 7:15 Uhr
Einsatzstelle: Alte Feldmark
Dauer des Einsatzes: ca. 25 Stunden
Anzahl Einsatzkräfte: zeitgleich etwa 35-40 und bis zu 80 insgesamt
Einsatzleitung: C. Nolte (später abgelöst durch A. Weever / R. Blommel)
Ausgerückte Fahrzeuge LZ Gescher-Stadt: KdoW; LF 20, TM 22; TLF 4000; GW-L, MTF
Ausgerückte Fahrzeuge LZ Hochmoor: ELW, LF Kats
Weitere Einsatzkräfte: Polizei, DRK Ortsverein, Feuerwehr Stadtlohn, Kreisbrandmeister
Sonstige: Bürgermeister, Fachunternehmen

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