09.07.2018: Nach Informationsveranstaltung: Feuerwehr stimmt Standort Bahnhofstraße zu

Gestern fand eine interne Informationsveranstaltung für alle Mitglieder der Feuerwehr Gescher statt. Hier die Pressemitteilung zu dieser Veranstaltung sowie der medialen Berichterstattung und Diskussion im Netz:

Im Zuge der bisherigen Planungen der Stadt Gescher, die Feuer- und Rettungswache an die Bahnhofstraße zu verlegen, waren im Zusammenhang der medialen Berichterstattung einige Fragen und auch Bedenken bei der Feuerwehr Gescher aufgetaucht, die für eine Verunsicherung innerhalb der Wehr und auch der Bevölkerung gesorgt hatten. Unstreitig steht für die Feuerwehr fest, dass nach langen Jahren der Planung nun zeitnah eine neue Lösung für die Feuerwehr Gescher hergestellt werden müsse. So erläutert Christian Nolte, dass man seit 2010 Mängel an der Feuer- und Rettungswache am Venneweg feststelle, die auch allen Beteiligten bekannt seien und die die Unfallkasse als wesentlich beurteile. Hierzu zählten unter anderem die Situation der Umkleiden in der Fahrzeughalle, die Schwarz- Weiß-Trennung, die unbefriedigende An- und Abfahrtssituation und der nicht rutschhemmende Boden der Fahrzeughalle am Altstandort.

Wie schon in der Entscheidungsfindung zur Fokussierung auf den Standort Bahnhofstraße im Jahre 2017 seitens der Stadt mitgeteilt, bleibt dabei zu betonen, dass das wesentliche Kriterium der Einhaltung der Rettungszeiten nach dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan seitens der Feuerwehr nicht in Zweifel gezogen wird. Zwar ergab die Überprüfung der Hilfsfristen im Jahre 2017 eine geringfügige Erhöhung der Anfahrtszeiten zum Standort Bahnhofstraße, allerdings könne nach Einschätzung der Feuerwehr durch eine optimierte Anfahrtssituation, kürzere Wege zum Umziehen und die verbesserte Abfahrt über die Bahnhofstraße anstelle des Schlesierrings weitestgehend eine Kompensation erfolgen. Zudem sind nach dem Nachweis der anrückenden Feuerwehrkameraden weiterhin ausreichend Kameraden so nah zum neuen Standort beruflich eingesetzt, dass die Tagesverfügbarkeit kein Problem darstellt. Zudem könne durch die separierte An- und Abfahrtssituation mehr Sicherheit der Kameraden für den Alarmfall geschaffen werden.

Ein weiterer Kritikpunkt der Feuerwehr in der Frage der Einbeziehung der Feuerwehr in die Entscheidungsfindung konnte ebenfalls ausgeräumt werden. Nachdem nun seitens der Stadt die Grundstücksentscheidung gefallen ist, kann die einzusetzende Arbeitsgruppe zur weiteren Planung der Feuer- und Rettungswache nun endlich ihre Arbeit aufnehmen. Hierbei wurde der Feuerwehr eine vollumfängliche Beteiligung zugesagt, sodass die Arbeitsschritte der internen Planungsgruppe nun auch in die Gesamtplanung eingebracht werden können. Diese Aspekte wurden Ende letzter Woche auch noch einmal zwischen Stadt und Feuerwehrleitung besprochen und am Montag mit den Feuerwehrkameraden offen diskutiert.

Auch wenn die Aufgabe des Venneweges der Feuerwehr nicht leicht fällt und der Wunsch einer neuen Wache im Stadtgebiet seitens der Stadt aus Kosten- und Platzgründen nicht umsetzbar war, will die Feuerwehr weiterhin aktiv an der Planung der Wache an der Bahnhofstraße mitwirken. Insgesamt bringt es Feuerwehrchef Christian Nolte auf den Punkt: „Die Mängel am Standort Venneweg sind gravierender als die Themen, die wir am Standort Bahnhofstraße diskutieren müssen. Daher können wir als Feuerwehr den Standort Bahnhofstraße mittragen und wollen die Planung und die Realisierung nun gemeinsam mit der Stadt zum Erfolg führen“.

 

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