Update – 24.08.2012 – Dachstuhlbrand am Venneweg

Zu einem Großbrand sind die Kameraden des Löschzuges Gescher Stadt am Freitag Nachmittag gegen 16:34 Uhr durch ihre Funkmeldeempfänger gerufen worden. Kurz nach dem eintreffen der ersten Kräfte wurde auf Vollalarm für die Wehren aus Gescher und Hochmoor erhöht. Zudem wurden weiter Kameraden der Feuerwehr Stadtlohn angefordert.

Aus bislang unbekannten Gründen kam es in einem Wohnblock am Venneweg direkt gegenüber des Gerätehauses zu einem Dachstuhlbrand. Ein Anwohner wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst vorsorglich zum Krankenhaus gebracht.

Der Brand wurde mit den Teleskopmast Fahrzeugen aus Gescher und Stadtlohn von zwei Seiten abgelöscht. Zudem gingen mehrere Trupps mit Umluftunabhängigen Atemschutzgeräten in die betroffenen Wohnungen mit C-Rohren vor. Im weiteren verlauf wurde das Dach teilweise abgetragen.

Der Venneweg musste für die Dauer der Löscharbeiten komplett gesperrt werden.

Mehrere Wohnungen mussten von der Kriminalpolizei gesperrt werden. Diese ermittelt zur Zeit noch die Brandursache.

Einsatzstichwort: Vollalarm – erhöht auf Menschenleben in Gerfahr
Zeitpunkt der Alarmierung: 24.08.2012 – 16:34 Uhr bzw. 16:45 Uhr
Einsatzstelle: Venneweg
Dauer des Einsatzes: bis ca. 19 Uhr
Anzahl Einsatzkräfte: ca. 50
Einsatzleitung: Christian Nolte
Ausgerückte Fahrzeuge LZ Gescher-Stadt: KdoW; LF16/12; LF 20/16; TLF 24/50; TM 22;
Ausgerückte Fahrzeuge LZ Hochmoor: ELW; LF 10/6; LF 16-TS
Weitere Einsatzkräfte: Feuerwehr Stadtlohn mit TM 32 und LF 16-TS
Sonstige: Rettungsdienst, DRK OV Gescher, Stadt Gescher, Geno, Stadtwerke, RWE, Polizei, Dachdecker

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Quelle: Gescher Zeitung, Jürgen Schroer

Gescher. Der Schreck stand Bekri Zidi (14) ins Gesicht geschrieben. „Es gab einen lauten Knall. Und dann hörte ich den Nachbarssohn auch schon rufen: Es brennt“, schilderte der Jugendliche seine Eindrücke, während die Feuerwehr den Brand im Mehrfamilienhaus am Venneweg – direkt gegenüber vom Gerätehaus – von zwei Seiten bekämpfte. Rund 45 Feuerwehrmänner aus Gescher und Stadtlohn waren gestern ab etwa 16.30 Uhr im Einsatz, um den Dachstuhlbrand unter Kontrolle zu bringen. „Zunächst wurde ein Mädchen als vermisst gemeldet. Glücklicherweise stellte sich rasch heraus, dass es sich bei Bekannten aufhielt“, teilte Stadtbrandinspektor Christian Nolte vor Ort mit. Alle Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand.

Den aufsteigenden Rauch hatte ein Anlieger des Eichendorffweges bemerkt. „Ich war zufällig im Garten und habe direkt einen Notruf abgesetzt – in der Aufregung habe ich 110 gewählt, nicht 112“, berichtete er. Die Rettungsaktion lief trotzdem zügig an, während die Hausbewohner nach draußen flüchteten. 29 Personen wurden vorübergehend im Feuerwehrgerätehaus untergebracht und verfolgten mit gebannten Blicken, wie die Feuerwehr den Brand auf der anderen Straßenseite bekämpfte. Dabei kamen die Teleskopfahrzeuge aus Gescher und Stadtlohn zum Einsatz, so dass von beiden Hausseiten gelöscht werden konnte. Die Wehrmänner entfernten etliche Dachziegel, um sich von außen Zugang zu verschaffen. Der Brandherd befand sich offenbar auf dem Dachboden von Haus Nr. 23, wenig später stieg aber auch aus Haus Nr. 21 starker Rauch auf. Gegen 18 Uhr hatte die Feuerwehr alles unter Kontrolle – Nachlöscharbeiten und Aufräumarbeiten standen noch an. Ein Dachdecker wurde hinzugezogen, um den Dachstuhl zu sichern. Nach Auskunft von Nolte gibt es noch keine Hinweise auf die Brandursache – die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am frühen Abend stand fest, dass drei Wohnungen in den Häusern Nr. 21 und 23 vorerst nicht bewohnbar sind. Betroffen sind nach Auskunft der Feuerwehr 17 Personen, die gestern in Absprache mit der Stadt Gescher anderweitig untergebracht werden mussten.

Quelle: Gescherer Zeitung

Fahrlässige Brandstiftung soll die Ursache für den Dachstuhlbrand am Venneweg sein. Das teilte Polizeisprecher Frank Rentmeister (Borken) auf Anfrage unserer Zeitung mit. Nach den bisherigen Ermittlungen sei zu vermuten, dass ein Hausbewohner den Brand im fahrlässigen Umgang mit Zigarette, Kerze oder Ähnlichem verursacht habe. Hinweise auf Vorsätzlichkeit oder einen technischen Defekt gebe es nicht. Die Schadenshöhe wird auf 100 000 Euro geschätzt.