Advent, Advent der Kaminbalken brennt

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sk. Gescher. Die enorm gestiegenen Energiepreise lassen so manchen Hausbesitzer über Einsparungen nachdenken. Fast täglich, so berichtete Bezirksschornsteinfegermeister Heinz Volmer vor den Männern der Freiw. Feuerwehr würden ihm neue oder umgebaute Feuerstätten gemeldet. Er befürchtet, dass in diesem Winter die Zahl der Kamin- und Wohnungsbrände zunimmt.
Das der Umbau von Heizgeräten nicht ungefährlich ist, wird durch den tragischen Tod einer 14-jährigen Coesfelderin deutlich. Selbstverständlich sollte sein, dass Änderungen an Heizgeräten nur von autorisierten Fachbetrieben vorgenommen werden sollten.
Gleiches gilt aber auch für den Ein- und Umbau eines Herdfeuers oder eines Kaminofens. In seinem Referat machte Volmer deutlich, dass durch energieeinsparende Umbaumaßnahmen z.B. durch den Einbau eines vom Handel als „Heizwunder“ angepriesener Heizkassette oftmals völlig neue Schornsteinverhältnisse entwickelt werden. Oftmals wird durch den Einbau durch Laien der Brandschutz völlig übersehen.
Anhand von Lichtbildern zeigte er gravierenste Fehler beim Bau von Herdfeuern auf. So wird nicht selten, weil es ja so bequem ist, mit Holzelementen gearbeitet. Das dann der Brandschutz aussen vor bleibt, ist jedem verständlich.
Auch der Einbau von neuen Fenstern und Türen die vor Zugluft schützen sollen bergen Gefahren für Betreiber von Feuerstätten. Die nötige Sauerstoffzufuhr wird hiermit unterbunden und es kann zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommen.
Volmer appelliert vor irgendwelchen Umbauten sich Rat vom zuständigen Schornsteinfeger einzuholen und Fachfirmen zu beauftragen. Nur so kann man auch sicher sein, dass die „neue“ Feuerstätte auch den Richtlinien entspricht und nicht stillgelegt werden muss. Kommt es zu einem Schaden, so ist der Ausführende für diesen verantwortlich. (so wie jetzt der Staatsanwalt gegen denjenigen ermittelt, der die Therme in der Coesfelder Wohnung umgebaut hat).

Als Tipp für den Betrieb eines Herdfeuers oder eines Kaminofens gab Volmer mit auf den Weg:

– Nur abgelagertes, trockenes Holz verwenden (Faustregel zwei Jahre)
– weder lackierte noch Leimhölzer verbrennen
– den Ofen nicht als „Müllverbrennungsanlage“ missbrauchen
– Auf jeden Fall einen Rauchmelder installieren.

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