CO-Warner für die eigene Sicherheit

Gescher. Kohlenmonoxid – die unsichtbare Gefahr nicht nur für die Feuerwehr und dem Rettungsdienst. Um die Einsatzkräfte vor dieser unsichtbaren Gefahr zu schützen, beschaffte der Stadtfeuerwehr-Verband sechs CO-Warner, die ab sofort auf den Fahrzeugen der Feuerwehr zu finden sind.

Im Beisein von Christian Prost (Amt 32 Sicherheit und Ordnung sowie den Schornsteinfegermeistern Ludger Kömmelt und Markus Kipp wurden die kleinen Geräte der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Wie wichtig diese Geräte sind, machte Stadtbrandmeister Christian Nolte an einigen Beispielen fest. So melden die Medien immer wieder über Todesfälle verursacht durch das hochgiftige Kohlenmonoxid (CO), das bei jeder Verbrennung von fossilen Brennstoffen entsteht.

„Durch eine hochmoderne Gebäudetechnik, die zwar Heizkosten spart, setzen wir uns bislang kaum bedachten Gefahren aus“, so Schornsteinfegermeister Markus Kipp. Hinzu kämen Heizgeräte um den explodierenden Heizkosten entgegenzuwirken, ergänzt sein Kollege Ludger Kömmelt. Er erinnert, dass gerade von mobilen Gasheizgeräten,.Katalythöfen aber auch Pelletheizungen und Gasthermen eine besondere Gefahr durch eine unvollständige Verbrennung oder aber nicht ordnungsgemäße Abluft und Zuluftzufuhr ausgehe. Er hatte auch gleich einen Tipp nicht nur für die anstehende Silvesterparty parat: sollte die Garage als Partyraum genutzt werden und mit einem mobilen Heizgerät beheizt werden, muss für eine ausreichende Lüftung gesorgt werden.

„Einsätze mit CO-Gas sind nicht gerade selten und werden immer mehr“ meinte Ralf Blommel, der die kleinen Geräte vorstellte. Vier der neuen CO-Warner sind auf den Einsatzfahrzeugen des Löschzuges Gescher und zwei in Hochmoor zu finden. Kohlenmonoxid ist ein hochgiftiges unsichtbares und geruchloses Gas, das Blut, Nerven und Zellen schädigt. „Das Tückische ist, das man es nicht sieht oder riecht. Zwei Atemzüge reichen aus, um dahinzudämmern, bis schließlich der Tod eintritt“, so Blommel. Abscheulich sei, dass Suizide auf diese Art durchgeführt würden und somit Einsatzkräfte gefährdet würden.

Die größte Gefahr besteht darin, als Retter selbst eine CO-Vergiftung zu erleiden.

Da Kohlenstoffmonoxid nicht durch menschlichen Sinnesorganen wahrgenommen werden kann, muss dies durch Messgeräte erfolgen. Für die Freiw. Feuerwehr Gescher besteht jetzt die Möglichkeit die Umgebungsluft zu messen (Atmosphärenmessung).

Bei dieser Atmosphärenmessung kann man sofort feststellen, ob eine Kohlenmonoxidkonzentration vorhanden ist und ob die Retter gefährdet sind.

Möglich wurde die Anschaffung der Geräte durch die Fördermitglieder des Stadtfeuerwehr-Verbandes. Nolte wünschte sich, dass viele Gescheraner dem Verband beitreten, dass auch in Zukunft die Ausstattung der Feuerwehr verbessert werden kann. ( Infos unter Stadtfeuerwehrverband oder bei jedem Feuerwehrangehörigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.