DRK Kindergarten besucht die Feuerwehr

Sk. Gescher.  Rund 120 Kinder verlieren alljährlich durch Feuer bundesweit ihr Leben; mehr als 150.000 Brandverletzungen sind jährlich zu verzeichnen. Diese erschreckend hohe Zahl toter und verletzter Kinder bedeutet eine Herausforderung an die Feuerwehren. Eine umfassende Brandschutzerziehung, die im Elternhaus, im Kindergarten und in der Grundschule beginnen sollte, könnte manches Leben retten.

Bereits seit fast zwanzig Jahren (1992) stellt sich die Freiwillige Feuerwehr Gescher dieser (über-) lebenswichtigen Aufgabe. Für einige Gescheraner Kindergärten und Grundschulen gehört das Thema Feuer und Feuerwehr zum alljährlichen Lehrstoff. Bereits im Elternhaus müssen die Kinder an den sorgfältigen Umgang mit Feuer herangeführt werden. Hier sollen die Kinder auf die Gefahren im Gebrauch von Feuer aufmerksam gemacht werden, den richtigen Umgang mit Feuer lernen und so gefahrenbewusstes Verhalten üben. Mit strengen Verboten wird nur das Interesse geweckt das Verbotene heimlich zu probieren.

Die Brandschutzerziehung findet ihre Fortführung im Kindergarten und der Grundschule. Inhaltlich umfasst diese die Aufklärung über die Verhütung von Bränden und vor allem das richtige Verhalten in einem Brandfall. Dabei beinhaltet die Aufklärung in erster Linie eine Schärfung des Gefahrenbewusstseins der Kinder.

Oftmals fehlt es an einer gezielten Brandschutzerziehung deshalb, weil die Erzieherinnen zwar theoretisch das Wissen haben, jedoch der persönliche Bezug zur Brandschutzerziehung nicht geläufig ist. So kann etwa die Geburtstagsfeier im Kindergarten durchaus Anlass sein, das Anzünden von Kerzen zu erlernen. Bei der Behandlung des Themas „Luft / Sauerstoff“ in der Schule kann der Verbrennungsvorgang thematisiert werden.

Die Feuerwehr sieht dabei die Kindergärten und Schulen als Multiplikatoren im Brandschutz, denn was Kinder spielerisch lernen – zum Beispiel einen richtigen Notruf abzusetzen – werden sie im späteren Leben im Falle eines Falles beherrschen.

Es reicht nicht, so die Feuerwehr, mit einem Besuch des Feuerwehrgerätehauses und die Vorführung der „schönen roten, großen Autos“ das Thema Feuerwehr abzuschließen. Es ist zwar richtig, mit einem Besuch bei der Feuerwehr einen „krönenden“ Abschluss zu bilden, doch sollten die Kids hierauf bestens vorbereitet sein. Helfend zu Seite der Erzieherinnen bei der von ihnen geforderten Brandschutzerziehung steht der Unterbrandmeister Uwe Luters, der sich bereits seit mehreren Jahren mit der Brandschutzerziehung im Primärbereich befasst. Er versteht seine Aufgabe darin, den Erzieherinnen beratend zur Seite zu stehen, entsprechendes Lehrmaterial zur Verfügung zustellen und nach einer entsprechenden Brandschutzerziehung im Kindergarten, in der Schule auch eine Führung im Feuerwehrgerätehaus zu leiten. Ebenso halten die Brandschützer Informationsmaterial für die Kinder als auch für die Eltern bereit. Unterstützt wird Luters durch die Kameraden Heiko Lölfing sowie Lisa Schröer und Elke Löfing

„Wir wollen schon recht zeitig auf das brandschutzgerechte Verhalten der Kinder einwirken, denn so können Schlagzeilen wie `Junge starb in brennender Wohnung` der Vergangenheit angehören“, meint Brandschützer Luters von der Gescherer Feuerwehr.

Der DRK-Kindergarten „Kleine Welt“ ist sich seiner Aufgabe bewusst und setzt seit Jahren auf die Brandschutzerziehung. Hilfreich ist der Brandschutzkoffer, der von der Feuerwehr zur Brandschutzerziehung zur Verfügung gestellt wird. Er beinhaltet, Literatur, CD`s und selbst eine Telefonanlage, so dass der ordnungsgemäße Notruf geübt werden kann. Zum Abschluß besuchten die Kinder „ihre“ Feuerwehr. Uwe Luters ließ hierbei keine Frage offen. Höhepunkt war natürlich die „Nassübung“ sowie eine Fahrt im Feuerwehrauto. Hier konnten sich die Kids als echte Feuerwehrmänner fühlen.

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